Neue europäische Partnerschaft in Tallinn: Klaus-Steilmann-Berufskolleg erweitert internationales Netzwerk

Im Sinne einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Internationalisierung unserer Bildungsarbeit reisten unser Schulleiter Knud Rosenboom sowie die EU-Koordinatoren Alexander Gerber und Timo Pach vom 25.03. bis 27.03.2026 nach Tallinn (Estland), um mit der estnischen Partnerschule Majandus- ja Teeninduskolledž AVARA die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit zu schaffen.

Im Rahmen dieses vorbereitenden Besuchs erhielten unsere Vertreter zunächst umfassende Einblicke in die schulischen Strukturen, pädagogischen Konzepte und organisatorischen Rahmenbedingungen der estnischen Partnerschule. Die gegenseitige Präsentation der Bildungsarbeit sowie intensive fachliche Gespräche bildeten die Basis für ein gemeinsames Verständnis von moderner beruflicher Bildung im europäischen Kontext.

Im Mittelpunkt des Aufenthalts stand die feierliche Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags durch die Schulleitungen Knud Rosenboom und Kristi Tarik sowie durch die EU-Koordinatoren Alexander Gerber und Anneli Pikkmets. Mit diesem Schritt wurde eine langfristige, nachhaltige und auf gemeinsamen europäischen Werten basierende Kooperation offiziell besiegelt.

Der Partnerschaftsvertrag formuliert zentrale Zielsetzungen der Zusammenarbeit, darunter die Förderung von Demokratie, Freiheit und Solidarität, die Stärkung interkultureller Kompetenz sowie die Weiterentwicklung beruflicher, digitaler und sozialer Fähigkeiten. Darüber hinaus verpflichtet sich die Partnerschaft zur Förderung innovativer Lehr- und Lernkonzepte sowie zum kontinuierlichen Austausch bewährter Praxis im Rahmen gemeinsamer Projekte, Mobilitäten und Workshops.

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der konkreten operativen Planung zukünftiger Aktivitäten: Insbesondere wurde die bevorstehende Gruppenmobilität unserer Kaufmännischen Assistentinnen und Assistenten nach Tallinn vom 18.05. bis 23.05.2026 intensiv vorbereitet. In diesem Zusammenhang wurde ein Peer-Learning-Konzept entwickelt, das den fachlichen Austausch auf Augenhöhe zwischen den Lernenden beider Schulen in den Mittelpunkt stellt und nachhaltige Lernerfahrungen ermöglicht.

Mit dieser neuen Kooperation erweitert das Klaus-Steilmann-Berufskolleg Bochum sein internationales Netzwerk und stärkt seine Rolle als aktiver Gestalter europäischer Bildungsprozesse. Die Begegnung in Tallinn war geprägt von Offenheit, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Willen, Bildung über nationale Grenzen hinweg weiterzuentwickeln.

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit unserer neuen Partnerschule in Tallinn und blicken mit großer Zuversicht auf die kommenden gemeinsamen Projekte.

„Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“
– Peter Drucker

Tallinn ist eine Stadt, die besonders für unsere Schülerinnen und Schüler überraschend viel zu bieten hat, weil sie Geschichte, moderne Kultur und digitale Innovation auf eine sehr zugängliche Weise verbindet. Gleichzeitig ist Tallinn extrem modern. Estland gilt als eines der digital fortschrittlichsten Länder der Welt, und das merkt man überall: Kostenloses WLAN fast in der ganzen Stadt, viele coole und innovative Start-ups und ein junges, kreatives Flair. Viertel wie Telliskivi Creative City bieten Street Art, alternative Cafés, Vintage-Läden und regelmäßige Konzerte oder Festivals.

Wie unser Erasmus+ -Team vor Ort feststellen konnte ist Tallinn im Vergleich zu vielen anderen europäischen Hauptstädten relativ erschwinglich. Das macht Reisen, Essen gehen und Aktivitäten besonders für Jugendliche und junge Erwachsene attraktiv.

Text: Knud Rosenboom und Alexander Gerber