Erasmus+ am KSBK: Europäische Zusammenarbeit als gelebte Praxis

Im Rahmen unseres Erasmus+-Programms durften wir kürzlich unsere geschätzten Partner Helle Gern und Erlend Art-Arras von unserer estnischen Partnerschule AVARA zu einem intensiven Job-Shadowing am Klaus-Steilmann-Berufskolleg begrüßen. Ihr Besuch stand ganz im Zeichen eines lebendigen europäischen Dialogs, getragen von Offenheit, Professionalität und dem gemeinsamen Anspruch, Bildung über Grenzen hinweg weiterzudenken.

Unter der engagierten und kontinuierlichen Begleitung unserer EU-Koordinatoren Alexander Gerber, Timo Pach und Dr. Marcel Franzmann erhielten unsere Gäste einen tiefgehenden Einblick in das deutsche Berufsbildungssystem – sowohl in seiner strukturellen Verankerung als auch in seiner konkreten pädagogischen Umsetzung. Unterrichtshospitationen, fachlicher Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Gespräche mit der Schulleitung und unseren Schulsozialarbeiter*innen ermöglichten einen differenzierten Blick auf unsere Bildungsarbeit und eröffneten zugleich wertvolle Perspektiven für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.

Im Zentrum des Austauschs stand zudem die inhaltliche Feinarbeit an unserem gemeinsamen Erasmus+-Projekt:
In enger Abstimmung konnten wir das Programm sowie die konkreten Inhalte im Peer-Learning-Format für unsere Schülerinnen und Schüler des Bildungsgangs der Kaufmännischen Assistenten in der Mittelstufe finalisieren. Dieses innovative Format stärkt gezielt Eigenverantwortung, interkulturelle Kompetenz und kooperatives Lernen im europäischen Kontext.

Bereits jetzt richtet sich unser Blick nach vorn: Vom 18.05. bis zum 22.05.2026 reisen unsere Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Alexander Gerber und Leonie Schuchart nach Tallinn. Dort werden sie im direkten Austausch mit den Lernenden unserer Partnerschule AVARA zu zentralen Themen wie Demokratiebildung, europäischen Werten und europäischer Identität arbeiten – getragen vom Gedanken des Peer Learnings und echter europäischer Begegnung.

Auch unsere an der Gruppenmobilität beteiligten Schülerinnen und Schüler hatten bereits die Gelegenheit, Helle Gern und Erlend Art-Arras persönlich kennenzulernen. So wurden erste Brücken gebaut, die in Tallinn weiter gefestigt werden.

Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Partnern einen umfassenden Einblick in das deutsche Berufsbildungssystem sowie in die besonderen Profile und Programme unserer Schule geben konnten. Ebenso war es uns ein Anliegen, die kulturelle Vielfalt und Geschichte des Ruhrgebiets erfahrbar zu machen und so den europäischen Austausch auch über den schulischen Kontext hinaus mit Leben zu füllen.

In diesem Sinne gilt, was bereits Aristoteles formulierte: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ – Ein Gedanke, der die Essenz unserer europäischen Zusammenarbeit treffend beschreibt.

Unser besonderer Dank gilt unserer Schulleitung, Herrn Rosenboom und Frau Joswig, für das entgegengebrachte Vertrauen sowie die wertvolle Unterstützung unserer internationalen Arbeit.

Mit großer Vorfreude blicken wir nun auf die bevorstehende Mobilität nach Tallinn – und auf viele weitere gemeinsame Schritte in einem starken europäischen Netzwerk.

Text: Alexander Gerber